2. Februar 2026

Wird Ihr Unternehmen von ChatGPT empfohlen? So finden Sie es heraus

Fragen Sie ChatGPT nach einer Digitalagentur in Ihrer Stadt. Oder nach einem Steuerberater, einem Sanitärunternehmen, einem Schreiner. Taucht Ihr Unternehmen in der Antwort auf? Falls nicht, lesen Sie weiter.

Die meisten Geschäftsführer wissen, dass ihre Website bei Google gefunden werden sollte. Aber ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews haben die Spielregeln grundlegend verändert — und die meisten KMU-Websites sind für diese neuen Suchsysteme schlicht unsichtbar.

Warum ChatGPT die neue Suchmaschine ist

KI-gestützte Suchanfragen sind kein Trend mehr — sie sind Realität. Wer heute nach einem Dienstleister recherchiert, fragt oft zuerst ChatGPT, bevor er Google öffnet.

Laut dem Responsive Buyer Intelligence Report 2025 nutzen fast zwei Drittel der B2B-Einkäufer generative KI gleich häufig oder häufiger als traditionelle Suchmaschinen für die Lieferantenrecherche. Im Technologiebereich sind es sogar 80 Prozent. Und 56 Prozent der Tech-Einkäufer geben an, neue Anbieter zuerst über KI-Chatbots zu entdecken — gegenüber nur 28 Prozent in anderen Branchen.

Die Fragmentierung der Suche nimmt zu. Neben Google stehen heute ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews gleichberechtigt nebeneinander. Evergreen Media beobachtet in ihrem SEO-Trendreport 2026, dass McKinseys Analyse eine Diversifizierung der Suchstrategie als essenziell einstuft — wer nur auf Google setzt, verliert Sichtbarkeit.

Dazu kommt das Phänomen der «Zero-Click-Suchen»: Laut Similarweb-Daten (2025) enden 80–85 Prozent aller Suchanfragen ohne einen einzigen Klick auf eine externe Website. Die Antwort kommt direkt im KI-Interface — und wer dort nicht genannt wird, existiert für den Suchenden schlicht nicht.

Der Selbsttest: 5 Prompts, die Ihre KI-Sichtbarkeit verraten

Mit fünf konkreten Testfragen erfahren Sie in 15 Minuten, wie präsent Ihr Unternehmen in KI-Systemen ist. Kein technisches Wissen nötig — nur ein ChatGPT-Konto und Ihre eigene Firma als Testsubjekt.

Öffnen Sie ChatGPT (oder Perplexity) und geben Sie folgende Prompts ein:

Prompt 1: Branchensuche lokal
«Welche [Ihre Branche / Dienstleistung] in [Ihrer Stadt] kannst du empfehlen?»
Beispiel: «Welche Steuerberatungen in Bern kannst du empfehlen?»
Erscheint Ihr Unternehmen in der Liste? Wenn ja: Ist die Beschreibung korrekt?

Prompt 2: Direktrecherche
«Was weisst du über [Ihr Firmenname]?»
Liefert die KI korrekte Angaben zu Standort, Leistungen, Grösse? Oder beschreibt sie Sie falsch — oder gar nicht?

Prompt 3: Wettbewerbsvergleich
«Vergleiche [Ihr Firmenname] mit [Name eines bekannten Mitbewerbers].»
Kann die KI überhaupt einen Vergleich anstellen? Oder hat sie zu Ihnen keine verwertbaren Daten?

Prompt 4: Branchenspezifische Frage
Stellen Sie eine Fachfrage, die Ihre Kunden stellen würden — und für die Sie die ideale Antwort wären.
Beispiel: «Welche Digitalagentur in Solothurn bietet KI-Beratung für KMU an?»

Prompt 5: Plattformvergleich
Wiederholen Sie Prompt 1 und 4 in Perplexity und Google Gemini. Die Ergebnisse unterscheiden sich oft deutlich — weil jede Plattform andere Datenquellen und Indexierungsstrategien nutzt.

Ergebnisse interpretieren:

ErgebnisBedeutung
Erwähnt, korrekt beschriebenGut — jetzt optimieren
Nicht erwähntDringender Handlungsbedarf
Falsch beschriebenBesonders kritisch — schadet aktiv
 
Ein falscher oder fehlender KI-Eintrag ist kein technisches Problem. Es ist ein Sichtbarkeitsproblem — mit direkten Auswirkungen auf Neukunden.

Warum die meisten KMU-Websites für KI unsichtbar sind

KI-Systeme bewerten Websites nach anderen Kriterien als Google — und die meisten KMU-Websites erfüllen nicht einmal die Grundanforderungen. Eine Auswertung von mehr als 18’000 Schweizer KMU-Webseiten durch localsearch (Swisscom-Tochter) zeigt: Die meisten hiesigen KMU hinken bei grundlegenden SEO-Kriterien hinterher. Für KI-Sichtbarkeit liegt die Latte noch höher.

Die fünf häufigsten Gründe, warum KMU-Websites für ChatGPT und Co. unsichtbar bleiben:

1. Kein Schema Markup (JSON-LD)
Schema Markup ist eine strukturierte Datensprache, die einer Website sagt: «Ich bin eine Firma, mein Name ist X, ich biete Y an, ich sitze in Z.» Ohne dieses Markup versteht die KI nicht zuverlässig, wer Sie sind. Viele KMU-Websites haben kein einziges Schema-Element — für KI-Systeme sind sie damit weitgehend unlesbar.

2. Keine llms.txt
Die llms.txt ist das KI-Äquivalent der robots.txt: eine einfache Textdatei auf Ihrer Website, die KI-Systemen eine strukturierte Beschreibung Ihrer wichtigsten Inhalte liefert. Laut Search Engine Land hilft die Datei KI-Systemen, Ihren Inhalt korrekt zu verstehen und zielgerichtet einzusetzen — ohne aufwendiges Interpretieren von HTML-Code. Praktisch kein Schweizer KMU hat eine solche Datei.

3. Schwache Bing-Indexierung
ChatGPT Search bezieht seine Echtzeit-Suchergebnisse primär aus dem Bing-Index — durch die Partnerschaft von OpenAI mit Microsoft. Rank Math beschreibt es klar: «Wenn Bing Ihre Seite nicht sieht, sieht ChatGPT sie auch nicht.» Die meisten KMU kümmern sich ausschliesslich um Google und ignorieren Bing vollständig.

4. Kein Answer-First-Content
KI-Systeme zitieren bevorzugt Seiten, die Fragen direkt und klar beantworten — idealerweise in den ersten Sätzen. Texte, die erst nach drei Absätzen «zum Punkt kommen», werden von KI-Systemen kaum als zitierfähige Quelle eingestuft. Laut dem LLMrefs GEO Guide ist die klare Strukturierung von Inhalten für KI-Extraktion eine der wichtigsten GEO-Grundlagen.

5. Keine E-E-A-T-Signale
KI-Systeme bevorzugen Inhalte von nachweisbaren Experten. Wer schreibt den Text? Welche Erfahrung hat der Autor? Gibt es Referenzen, Auszeichnungen, Kundenrezensionen? Fehlen diese Vertrauenssignale, wird Ihr Inhalt als weniger zitierwürdig eingestuft.

GEO — die neue Disziplin neben SEO

GEO (Generative Engine Optimization) ist die Antwort auf die neue Suchwelt: Es geht darum, von KI-Systemen zitiert zu werden — nicht nur bei Google zu ranken.

Die Definition ist simpel: GEO ist die Praxis, Inhalte so zu strukturieren und zu autorieren, dass KI-Suchsysteme sie in ihren generierten Antworten als Quelle verwenden. Laut dem LLMrefs GEO Guide 2026 misst GEO Erfolg nicht an Klickraten oder Rankings, sondern an der Häufigkeit von Erwähnungen und Zitierungen in KI-Antworten.

GEO ersetzt SEO nicht — es ergänzt es. Evergreen Media empfiehlt: Wer bereits eine starke SEO-Basis hat, sollte 20–25 Prozent seines SEO-Budgets in GEO investieren. Wer bei SEO noch Nachholbedarf hat, sollte dort zuerst ansetzen — denn GEO baut auf den SEO-Grundlagen auf.

Die fünf Säulen einer GEO-Strategie:

SäuleWas es bedeutet
Technischllms.txt, robots.txt, schnelle Ladezeiten, Bing-Indexierung
ContentAnswer-First-Struktur, Fragen direkt beantworten, regelmässige Aktualisierung
Schema MarkupJSON-LD für Organisation, Leistungen, FAQ
E-E-A-TErfahrung, Expertise, Autorität, Vertrauenswürdigkeit nachweisbar machen
Plattform-PräsenzErwähnungen in Branchenverzeichnissen, Fachmedien, Bewertungsportalen
 
Der Markt für GEO wächst rasant. Laut Dimension Market Research liegt der globale GEO-Markt 2026 bei rund 1,09 Milliarden US-Dollar und wächst mit einem CAGR von 40,6 Prozent bis 2034. Für Europa allein wird ein Marktvolumen von 243,8 Millionen Dollar in 2026 prognostiziert. Wer früh einsteigt, sichert sich einen strukturellen Vorteil — ähnlich wie Unternehmen, die 2010 früh in SEO investierten.

Brandi AI prognostiziert in ihrem GEO-Trendreport 2026: «Bis Ende 2026 entsteht eine wachsende Kluft zwischen Marken, die KI-Sichtbarkeit aktiv managen, und jenen, die es nicht tun. Die Frühadoptierende gewinnen einen sich selbst verstärkenden Vorteil.»

3 Quick Wins für sofortige Verbesserung

Drei Massnahmen können Sie noch diese Woche umsetzen — ohne grossen technischen Aufwand und ohne Agentur. Sie geben Ihrer Website eine messbar bessere Grundlage für KI-Sichtbarkeit.

Quick Win 1: llms.txt erstellen (Aufwand: 1–2 Stunden)

Erstellen Sie eine Textdatei namens llms.txt im Hauptverzeichnis Ihrer Website (also unter www.ihrefirma.ch/llms.txt). Der Inhalt: eine strukturierte Beschreibung Ihrer Firma, Ihrer Dienstleistungen und Ihrer wichtigsten Seiten — im Markdown-Format. Kein Code nötig, nur klare Sprache.

Beispielstruktur:

# Firma AG – Kurzbeschreibung Wir sind [Branche] in [Ort] und bieten [Leistungen] an. ## Unsere Leistungen – Leistung A: [Kurzbeschreibung und Link] – Leistung B: [Kurzbeschreibung und Link] ## Über uns [2–3 Sätze zu Geschichte, Grösse, Stärken]
 

WordPress-Nutzer können das Plugin Rank Math verwenden, das eine automatische llms.txt-Generierung bietet.

Quick Win 2: JSON-LD Schema Markup für Organization + FAQPage

Fügen Sie auf Ihrer Startseite ein JSON-LD-Script ein, das Ihre Firma als Organisation beschreibt — mit Name, Adresse, Telefonnummer, Leistungen und Gründungsjahr. Ergänzen Sie auf inhaltsschweren Seiten ein FAQPage-Schema für häufige Fragen.

Google bietet unter schema.org kostenlose Vorlagen. Die Umsetzung dauert für einen Webentwickler typischerweise 1–2 Stunden.

Quick Win 3: Website bei Bing Webmaster Tools einreichen

Gehen Sie auf bing.com/webmasters, verifizieren Sie Ihre Website und reichen Sie Ihre Sitemap ein. Wer Google Search Console bereits nutzt, kann die Daten direkt importieren — das spart Zeit.

Diese Massnahme ist kostenlos und nimmt rund 30 Minuten in Anspruch. Sie ist die direkteste Möglichkeit, ChatGPT Search besser zugänglich zu werden — weil ChatGPT Search primär den Bing-Index verwendet.

FAQ

Was ist GEO (Generative Engine Optimization)?

GEO ist die Praxis, Inhalte so zu strukturieren, dass KI-Suchsysteme wie ChatGPT, Perplexity oder Google AI Overviews sie in ihren generierten Antworten zitieren. Im Gegensatz zu SEO, das auf Suchrankings zielt, misst GEO Erfolg an der Häufigkeit von Erwähnungen in KI-Antworten. GEO ist keine Konkurrenz zu SEO, sondern eine Ergänzung — beide Disziplinen bauen aufeinander auf.

Wie schnell wirkt GEO-Optimierung?

Technische Massnahmen wie llms.txt und Schema Markup können innerhalb von wenigen Wochen erste Wirkung zeigen, da KI-Systeme Inhalte regelmässig neu indexieren. Für nachhaltige Sichtbarkeit — also regelmässige Zitierungen in KI-Antworten — rechnen Sie mit drei bis sechs Monaten konsequenter Arbeit. GEO ist kein einmaliges Projekt, sondern ein laufender Prozess.

Kann ich GEO selbst machen?

Ja, die Quick Wins in diesem Artikel können die meisten KMU selbst umsetzen. Für eine umfassende GEO-Strategie — mit Content-Überarbeitung, E-E-A-T-Aufbau und Monitoring — empfiehlt sich professionelle Unterstützung. Die technischen Grundlagen (llms.txt, Schema Markup, Bing-Indexierung) sind jedoch mit etwas Zeit auch ohne Agentur machbar.

Was kostet ein professioneller GEO-Check?

Webgearing bietet den GEO Basis-Check für CHF 490 an. Darin enthalten: eine Analyse Ihrer aktuellen KI-Sichtbarkeit, eine Bewertung der technischen und inhaltlichen Grundlagen sowie konkrete Handlungsempfehlungen. Für umfassende Optimierungen gibt es die GEO Optimierung (CHF 2’400–4’800) und das GEO Premium + Monitoring (CHF 490/Monat) mit laufendem Tracking Ihrer KI-Sichtbarkeit.

Fazit: Wer jetzt handelt, gewinnt Vorsprung

KI-Systeme wie ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews sind keine Zukunftsmusik. Sie sind der Ort, an dem Ihre potenziellen Kunden heute bereits nach Anbietern suchen — und zwar, bevor sie Google öffnen.

Die gute Nachricht: Die meisten Schweizer KMU haben noch nicht begonnen, ihre Websites für KI-Sichtbarkeit zu optimieren. Wer jetzt handelt, sichert sich einen klaren Vorsprung gegenüber dem Mitbewerb.

Der erste Schritt: Finden Sie heraus, wie sichtbar Ihr Unternehmen heute schon ist.

Webgearing analysiert Ihre aktuelle KI-Sichtbarkeit mit dem GEO Basis-Check für CHF 490 — inklusive konkreter Empfehlungen, was Sie als nächstes tun sollten. Keine Theorie, kein Buzzword-Bingo. Nur eine klare Standortbestimmung und ein umsetzbarer Plan.

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Ob Website-Relaunch, KI-Automatisierung oder SEO — wir hören zuerst zu. Ein 30-minütiges Erstgespräch kostet nichts, bringt aber immer etwas. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin mit unserem Team.

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